Neuer Spielmobilanhänger des SJR

Drei Tage lang legten sich Jugendgruppen in Geislingen und Deggingen für eine gute Sache ins Zeug. Im Rahmen der Sozialaktion „72 Stunden“ lösten sie eine ihnen zugeteilte karitative Aufgabe.

Organisationstalent und Improvisationskünste sind bei der Sozialaktion „72 Stunden“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gefragt: Jugendgruppen, die bei der Aktion mitmachen, bekommen eine gemeinnützige Aufgabe gestellt, die sie binnen 72 Stunden erledigen müssen. Neun Jugendgruppen im Landkreis Göppingen nahmen die Herausforderung unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ an. Darunter waren auch die „Krypta“ der Geislinger Sankt-Johannes-Gemeinde und die Degginger Firmgruppe.
Der Startschuss für die Aktion „72 Stunden“ fiel am vergangenen Donnerstag bei der Auftaktveranstaltung auf dem Göppinger Marktplatz. Punkt 17.07 Uhr bekamen die Jugendgruppen ihre Projekte zugeteilt – bis dahin konnten sie nur darüber spekulieren, was in den nächsten drei Tagen auf sie zukommen könnte.
Die 25 „Krypta“-Mitglieder im Alter zwischen zehn und 24 Jahren bekamen den Auftrag, den neuen Anhänger für das Spielmobil des Stadtjugendrings (SJR) abzuholen und bunt zu gestalten. Außerdem sollte zum Abschluss ein Spielefest inklusive Bewirtung, Musik und Tombola organisiert werden. Eine überschaubare Aufgabe, könnte man meinen. Doch einen Haken hatte die Sache: Der Anhänger stand in Werneck bei Würzburg. Mit dem Laster des Stadtjugendrings (SJR) ging es deshalb am Freitag nach Unterfranken. Trotz eines kleinen Zwischenfalls – der Aufbau des SJR-Lasters erwies sich als etwas zu hoch für eine McDrive-Einfahrt und trug deswegen im Dienste der guten Sache einige Blessuren davon – kam der neue Anhänger wohlbehalten in Geislingen an.
Den Samstag verbrachte die „Krypta“ damit, den neuen Anhänger sowie den alten Hüpfburganhänger des SJR zu bemalen und den Spielzeugbestand des Spielmobils herzurichten. Das Spielefest im Notzental war relativ schnell organisiert, berichtet Aktionsgruppenleiterin Linda Dörrer. Das „Klinkenputzen“ für die Tombola war wohl am aufwendigsten, aber auch erfolgreich: 100 Artikel spendeten die Geislinger Geschäfte.
Die 16 Jugendlichen der Firmgruppe Deggingen nutzten derweil ihre 72 Stunden, um einen Kinderkleiderbasar für „Hand in Hand mit Teddybär e.V.“ auf die Beine zu stellen. Der gemeinnützige Degginger Verein sammelt Sachspenden „rund ums Kind“ und gibt sie kostenfrei an bedürftige Familien weiter. Insgesamt 580 Flyer verteilten die zwischen 13 und 15 Jahre alten Firmlinge in der Täles-Gemeinde, um auf ihre Aktion aufmerksam zu machen und zu Sachspenden für den Kinderkleiderbasar aufzurufen. Am Samstag sammelten sie die Kleiderspenden schließlich mit dem Leiterwagen ein oder nahmen sie im Canisiusheim in Empfang.
Zusätzlich zum Kinderkleiderbasar organisierten sie einen Aktionsgottesdienst mit anschließendem Fest inklusive Kaffee und Kuchen. Insgesamt 500 Euro sammelten die Jugendlichen in den 72 Stunden – und hatten viel Spaß dabei, zog Aktionsgruppenleiterin Heidrun Stark gestern zum Abschluss Bilanz.