Draußen eine tief verschneite romantische Winterlandschaft, drinnen mollige Wärme inmitten rustikaler Hüttenromantik. So verbrachten die kommunalen Jugendvertreter des Geislinger Jugendgemeinderats (JGR) zwei Tage in der Geislinger Sektionshütte des Deutschen Alpenvereins (DAV).

Abgeschieden vom Rest der Welt ging es bei dieser Klausurtagung nicht nur um die Jahresplanung, sondern auch um die angestrebte enge Kooperation mit dem Stadtjugendring und dem Stadtjugendreferat (wir berichteten). Dafür hat das Gremium nun die Weichen gestellt. Die Jugendarbeit zu bündeln und professionell zu gestalten, ist das Ziel.

Attraktive Veranstaltungen

Für die geplante erste ­Geislinger Jugendkonferenz am kommenden Dienstag, 24. Januar, die in der Jahnhalle stattfinden soll, erhofft sich Stadtjugend­referent Klaus Nickel eine große Beteiligung. Allerdings blieben die Anmeldezahlen bislang hinter den Erwartungen zurück. Heute ist Anmeldeschluss für die Veranstaltung.

Der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Holger Schrag, ging unter anderem auf die öffentliche Wahrnehmung der zahlreichen attraktiven Aktionen und Jugendveranstaltungen ein. Über diese könnte doch die bei der GEISLINGER ZEITUNG angesiedelte ­Jugendredaktion berichten, wie es Jürgen Wahr vom Stadtseniorenrat angeregt hatte. Aktuelle Themen aufzugreifen und darüber zu berichten „müsste doch für die Jugendredaktion ein riesen Aufhänger sein“, meinte Gemeinderat Schrag. Weshalb der Jugendgemeinderat nun die Jugendredaktion eingeladen will, um zu erfahren, welche Kriterien für eine Berichterstattung erfüllt sein müssen.

Neue Tabletkurse geplant

Das im vergangenen Jahr gestartete Kursangebot für Senioren, bei dem Schüler des Jugendgemeinderates sowie des Michelberg-Gymnasiums ältere Menschen mit der Funktion eines Tablets vertraut machen, soll fortgeführt werden. Die Lehrkräfte werden sich demnächst unter Federführung von Sarah Buchwald, der Geschäftsführerin des Jugendgemeinerats, zur Kursvorbereitung treffen.

Als Hausherr gab der DAV-­Sektionsvorsitzende Ernst ­Gerlach einen kurzen Überblick über interessante Freizeitangebote des Vereins und nannte hierbei unter anderem die Kletterwand an der Lindenschule. Eine Jugendreferentin, die dem Vorstand mit Stimmrecht angehöre, sorge sich um die Jugend und suche den Dialog mit ihr, um deren Vorstellungen entsprechend einzubringen.

Als Mitglied beim Stadtjugend­ring sei die Sektion mit ihrem Sport- und naturbezogenen Angebot Teil des Ganzen einer übergreifenden Jugendarbeit, so Gerlach. In herrlicher Landschaft Skifahren, Mountainbiking, Klettern und Wandern zu betreiben, bedeute nicht nur hautnah die Natur, sondern auch eine besondere Gemeinsamkeit in der Gruppe zu erleben, sagte der Sektionsvorsitzende.

Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer kam am Abend bei heftigem Schneetreiben auf einen kurzen Besuch und überzeugte sich von der konstruktiven Diskussionsfreude der Jugendlichen.

Jürgen Wahr, GZ